Wenn der Bauch es früher weiß als der Kopf - Veränderungsprozesse beginnen oft subtil
Mit welcher Energie ich heute Morgen aufgestanden bin, ist kaum zu beschreiben.
Noch vor einiger Zeit sah das anders aus. Sonntagabends bin ich mit einem flauen Gefühl im Bauch ins Bett gegangen und konnte mich überhaupt nicht entspannen. Immer mit dem Gedanken: Was erwartet dich morgen, wenn du das Handy anschaltest und deine E-Mails checkst? Welche Hiobsbotschaften erreichen dich heute? Dazu die ständige Beschäftigung mit Aufgaben, die ich eigentlich gar nicht machen möchte. Und die ich, ehrlich gesagt, auch einfach nicht kann. Für die ich nicht "geboren" bin. Dabei klammere ich die Aufgaben aus, die unschön sind, dennoch aber manchmal gemacht werden müssen. Es geht um Aufgaben, die vorher nicht in meiner Stellenbeschreibung standen und mir „einfach“ gegeben wurden.
Wie sehr habe ich mich auf Urlaub oder aufs Wochenende gefreut, weil ich wusste: Dann habe ich "Ruhe".
Im Frühjahr hat mich dieses mulmige Gefühl wieder fast innerlich aufgefressen. Es wurde so schlimm, dass ich es kaum noch aushalten konnte. Ja, ich gebe es zu: Ich bin sehr feinfühlig. Und manchmal steigere ich mich auch in Gefühle hinein. Was das angeht, bin ich mittlerweile sehr reflektiert. Aber wenn Situationen überwiegend gegen das eigene Wertebewusstsein sprechen und körperliches Unwohlsein auslösen, dann darf und soll sogar gehandelt werden.
Also habe ich eine Entscheidung getroffen: Ich kündige meine Festanstellung.
Das birgt eine totale Unsicherheit, keine Frage. Und trotzdem war das flaue Gefühl weg. Ich hatte eine Entscheidung getroffen, und zwar für mich. Das ist ein unglaublich starkes Gefühl.
Ich weiß, dass viele Menschen täglich arbeiten, was ihnen keinen Spaß macht. Dass viele von Urlaub zu Urlaub leben, von Wochenende zu Wochenende. Dass viele Sonntagabends mit Bauchschmerzen ins Bett gehen, weil am Montag wieder das ansteht, was sie eigentlich nicht wollen.
Dir möchte ich sagen: Du hast die Wahl, dich mit dir selbst und deinen Gefühlen auseinanderzusetzen.
Gefühle sind Wegweiser und sie dürfen auch so behandelt werden.
Aus unseren Gefühlen leiten wir unsere Werte ab. Bevor ich meine authentische Selbstführung entfalten konnte, habe ich mich lange mit meinen Gefühlen und Werten beschäftigt.
Wenn du damit anfangen magst: Auf meiner Website findest du ein Workbook zur Selbstreflexion, welches dich dabei unterstützt: Workbook Gefühle und Werte.
Das Bewusstsein, welches ich jetzt in mir trage, besteht aus Energie und Ruhe zugleich. Es ist ein Vertrauen, dass alles gut wird.
Ich möchte dich darauf aufmerksam machen: Niemand muss ein Leben führen, das ihm latente Übelkeit und generelles Unwohlsein bereitet. Jede und jeder von uns kann sein Leben verändern und sich eine neue Struktur schaffen. Dafür gibt es Menschen wie mich, die dich in diesem Prozess begleiten.
Ich bin selbst durch diese Tiefs gegangen und saß sinnbildlich in einem großen dunklen Loch, aus dem ich zuerst kein Licht mehr sehen konnte.
Deshalb kann ich mich unglaublich gut in dich hineinversetzen: Weil ich es kenne.
Ich weiß aber auch: Damit Veränderung wirklich passiert und nachhaltig trägt, bedeutet es innere Arbeit. Es reicht nicht, die unschöne Situation zu verlassen oder den Job zu kündigen, um danach wieder ähnliches anzufangen. Die Themen, die dir dieses Unbehagen bereiten, musst du bearbeiten. Sonst bleibt es eine Verschiebung, und dir begegnet dasselbe Thema in Kürze wieder, vielleicht in anderer Form. Aus spiritueller Sicht möchte unsere Seele wachsen. Dafür passiert uns im Außen genau das, damit wir aufwachen und für uns und unser Leben losgehen.
Das heißt übrigens nicht, von heute auf morgen alles hinzuschmeißen. Mein Weg war ein Prozess, den ich Schritt für Schritt gegangen bin.
Es geht um Entwicklung oder wie ich es nenne, „ Persönlichkeitsentfaltung“.
Ich weiß auch, wie real Ängste vor Veränderungsprozessen sind: Geld, Sicherheit, ein Umfeld, das es vielleicht nicht versteht. Und trotzdem, Hand aufs Herz:
Was wiegt das alles im Vergleich zu einem glücklicheren Leben?
Wenn du spürst, dass dein Bauch dir gerade etwas sagen will, lass uns darüber sprechen.

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